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Welche Vitalpilze werden bei chronischen Atemwegserkrankungen in der Mykotherapie traditionell eingesetzt?
Chronische Atemwegserkrankungen gehören bei Pferden, Hunden und Katzen zu den häufigsten gesundheitlichen Herausforderungen. Je nach Tierart können unterschiedliche Ursachen eine Rolle spielen – von Allergien und wiederkehrenden Infektionen über Staub- und Schimmelbelastungen bis hin zu chronischen Entzündungsprozessen der Atemwege. Gerade beim Pferd stehen Erkrankungen wie das Equine Asthma (früher häufig als COPD oder RAO bezeichnet) […]
26 Juli 2026
Chronische Atemwegserkrankungen gehören bei Pferden, Hunden und Katzen zu den häufigsten gesundheitlichen Herausforderungen. Je nach Tierart können unterschiedliche Ursachen eine Rolle spielen – von Allergien und wiederkehrenden Infektionen über Staub- und Schimmelbelastungen bis hin zu chronischen Entzündungsprozessen der Atemwege.
Gerade beim Pferd stehen Erkrankungen wie das Equine Asthma (früher häufig als COPD oder RAO bezeichnet) seit vielen Jahren im Fokus der tiermedizinischen und naturheilkundlichen Begleitung. Aber auch Hunde mit chronischer Bronchitis oder Katzen mit wiederkehrenden Atemwegsproblemen benötigen häufig eine langfristige Betreuung.
Neben einer sorgfältigen tierärztlichen Diagnostik und einer konsequenten Optimierung von Haltung, Fütterung und Umweltbedingungen interessieren sich viele Tierhalter und Therapeuten für ergänzende naturheilkundliche Möglichkeiten. Ein Bereich, der dabei zunehmend Beachtung findet, ist die Mykotherapie – die traditionelle Anwendung von Vitalpilzen.
In der veterinären Mykotherapie werden verschiedene Vitalpilze aufgrund ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte miteinander kombiniert. Während einige traditionell mit einer Unterstützung der körpereigenen Immunregulation in Verbindung gebracht werden, stehen bei anderen die Atemwege, Schleimhäute oder allergische Prozesse im Mittelpunkt. Ziel ist dabei nicht, einzelne Symptome isoliert zu betrachten, sondern das Tier ganzheitlich zu begleiten.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick darüber, welche Vitalpilze in der veterinären Mykotherapie bei chronischen Atemwegserkrankungen häufig beschrieben werden, welche Eigenschaften ihnen traditionell zugeschrieben werden und warum bestimmte Pilze häufig miteinander kombiniert werden.
Wichtiger Hinweis: Die Mykotherapie versteht sich als begleitender naturheilkundlicher Ansatz. Sie ersetzt weder eine tierärztliche Untersuchung noch eine notwendige Diagnostik oder Behandlung. Insbesondere bei Atemnot, Fieber, akuten Infektionen oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes sollte das Tier zeitnah tierärztlich untersucht werden.
Warum Atemwegserkrankungen bei Pferden, Hunden und Katzen so häufig sind
Die Atemwege gehören zu den am stärksten beanspruchten Organsystemen unserer Tiere. Mit jedem Atemzug gelangen neben Sauerstoff auch Staubpartikel, Pollen, Schimmelpilzsporen, Bakterien, Viren und andere Umweltreize in die Atemwege. Zwar verfügt der Körper über verschiedene Schutzmechanismen, die eingeatmete Partikel wieder aus den Bronchien entfernen sollen, doch diese können bei einer dauerhaften Belastung an ihre Grenzen stoßen.
Besonders beim Pferd spielen die Haltungsbedingungen eine entscheidende Rolle. Staubiges Heu, schimmelbelastetes Raufutter, eine unzureichende Stallbelüftung oder hohe Konzentrationen organischer Partikel können die Atemwege dauerhaft reizen. Entzündliche Prozesse können sich dadurch über Wochen oder Monate entwickeln und schließlich chronisch werden. Heute wird dieses Krankheitsbild beim Pferd überwiegend als Equines Asthma bezeichnet.
Beim Hund treten chronische Atemwegserkrankungen häufig im Zusammenhang mit einer chronischen Bronchitis, wiederkehrenden Infektionen oder altersbedingten Veränderungen der Atemwege auf. Auch Allergien, Umweltbelastungen oder anatomische Besonderheiten einzelner Rassen können die Entstehung chronischer Beschwerden begünstigen. Katzen zeigen Atemwegserkrankungen oftmals erst in einem fortgeschrittenen Stadium, da sie Erkrankungen lange kompensieren können.
Allen chronischen Atemwegserkrankungen ist gemeinsam, dass sie meist nicht durch einen einzelnen Auslöser entstehen. Vielmehr wirken verschiedene Faktoren zusammen – darunter genetische Veranlagung, Umweltbedingungen, Infektionen, Allergien und die individuelle Reaktion des Immunsystems. Eine sorgfältige tierärztliche Diagnostik bildet deshalb die Grundlage, um die Ursachen möglichst genau einzugrenzen und die weitere Behandlung darauf abzustimmen.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird der Organismus jedoch häufig als eng miteinander vernetztes System betrachtet. Viele Therapeuten beobachten in ihrer Praxis, dass Tiere mit chronischen Atemwegsproblemen nicht selten auch andere Belastungen des Organismus aufweisen. Neben den klassischen Auslösern werden daher häufig auch Fütterung, Haltungsbedingungen, Umweltbelastungen oder wiederkehrende Medikamentengaben in die ganzheitliche Betrachtung einbezogen. Diese Zusammenhänge beruhen überwiegend auf naturheilkundlichen Erfahrungswerten und werden individuell beurteilt.
Hinzu kommt, dass die Lunge weit mehr leistet als den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid. Über die Atemluft werden kontinuierlich Kohlendioxid und geringe Mengen flüchtiger Stoffwechselprodukte ausgeschieden. Gleichzeitig sorgt das Schleim- und Flimmerhärchensystem der Atemwege dafür, eingeatmete Partikel, Staub und Mikroorganismen wieder aus den Bronchien zu entfernen. Aus naturheilkundlicher Sicht wird die Lunge deshalb häufig auch als wichtiger Bestandteil der natürlichen Ausscheidungs- und Regulationsprozesse des Organismus betrachtet. Ziel einer ganzheitlichen Begleitung ist es daher häufig nicht nur, die Atemwege selbst zu unterstützen, sondern den gesamten Organismus in den Blick zu nehmen.
Warum viele Therapeuten nach begleitenden naturheilkundlichen Möglichkeiten suchen
Chronische Atemwegserkrankungen lassen sich häufig nicht innerhalb weniger Tage behandeln. Viele Tiere benötigen über einen längeren Zeitraum eine tierärztliche Betreuung und – je nach Erkrankung und Schweregrad – Medikamente, um Entzündungen zu kontrollieren und die Atmung zu erleichtern.
Gerade bei chronischen Verläufen kommen unter anderem entzündungshemmende Medikamente wie Kortikosteroide (Cortison) zum Einsatz. Sie können ein wichtiger Bestandteil der tierärztlichen Therapie sein und vielen Tieren zu einer deutlich besseren Lebensqualität verhelfen. Gleichzeitig ist bekannt, dass insbesondere eine längerfristige Anwendung sorgfältig überwacht werden sollte, da – wie bei vielen Arzneimitteln – unerwünschte Wirkungen auftreten können.
Vor diesem Hintergrund suchen viele Tierhalter und Therapeuten nach Möglichkeiten, den Organismus zusätzlich zu unterstützen. Ziel ist dabei in der Regel nicht, eine notwendige tierärztliche Behandlung zu ersetzen, sondern den Körper ganzheitlich zu begleiten und Faktoren wie Haltung, Fütterung, Stress, Umweltbedingungen und naturheilkundliche Ansätze in ein umfassendes Betreuungskonzept einzubeziehen.
Auch die Mykotherapie verfolgt diesen begleitenden Ansatz. In der veterinären Naturheilkunde werden Vitalpilze traditionell eingesetzt, um den Organismus in seiner Regulation zu unterstützen. Welche Vitalpilze dabei häufig im Zusammenhang mit chronischen Atemwegserkrankungen beschrieben werden und warum sie oftmals miteinander kombiniert werden, schauen wir uns im folgenden Abschnitt genauer an.
Was versteht man unter COPD (heute: Equines Asthma) und anderen chronischen Atemwegserkrankungen?
Der Begriff COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) wurde früher häufig für chronische Atemwegserkrankungen des Pferdes verwendet. Heute sprechen Tierärzte überwiegend vom Equinen Asthma, da dieser Begriff die unterschiedlichen Ausprägungen der Erkrankung besser beschreibt. Da viele Tierhalter jedoch weiterhin nach „COPD beim Pferd“ suchen, werden beide Bezeichnungen häufig synonym verwendet.
Auch bei Hunden und Katzen kommen chronische Atemwegserkrankungen vor. Obwohl sich die einzelnen Krankheitsbilder in ihren Ursachen und ihrer Ausprägung unterscheiden können, haben sie eines gemeinsam: Die Atemwege reagieren dauerhaft auf entzündliche oder reizende Einflüsse. Dadurch können Husten, Atembeschwerden, eine verminderte Belastbarkeit und wiederkehrende Krankheitsschübe entstehen.
Je früher chronische Veränderungen erkannt und die zugrunde liegenden Ursachen berücksichtigt werden, desto besser lassen sich die Lebensqualität und das Wohlbefinden der betroffenen Tiere häufig erhalten. Neben einer tierärztlichen Diagnostik spielen deshalb auch Haltung, Fütterung, Umweltbedingungen und ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept eine wichtige Rolle.
Im Folgenden werfen wir einen Blick darauf, wie sich chronische Atemwegserkrankungen bei Pferden, Hunden und Katzen unterscheiden und welche Besonderheiten die einzelnen Tierarten aufweisen.
Equines Asthma (früher COPD oder RAO) beim Pferd
Das Equine Asthma zählt zu den häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen des Pferdes. Während früher häufig die Begriffe COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) oder RAO (Recurrent Airway Obstruction) verwendet wurden, fasst der Begriff Equines Asthma heute verschiedene Formen chronischer, entzündlicher Atemwegserkrankungen zusammen. Je nach Schweregrad wird zwischen milden und schweren Verlaufsformen unterschieden.
Im Mittelpunkt der Erkrankung steht eine anhaltende Entzündung der unteren Atemwege. Die Bronchien reagieren überempfindlich auf eingeatmete Reizstoffe, wodurch es zu einer vermehrten Schleimbildung, einer Verengung der Atemwege und einer erschwerten Atmung kommen kann. Typische Anzeichen sind wiederkehrender Husten, Nasenausfluss, eine verminderte Leistungsbereitschaft sowie eine erschwerte Atmung. In fortgeschrittenen Stadien kann sich durch die verstärkte Atemarbeit die sogenannte Dampfrinne ausbilden.
Zu den wichtigsten Auslösern zählen staubiges oder schimmelbelastetes Heu, organische Stäube aus Einstreu und Stallluft, eine unzureichende Belüftung sowie weitere Umweltreize. Deshalb bildet ein konsequentes Haltungsmanagement mit möglichst staubarmer Umgebung die Grundlage jeder langfristigen Betreuung.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird das Equine Asthma häufig nicht ausschließlich als Erkrankung der Atemwege betrachtet. Viele naturheilkundlich arbeitende Therapeuten gehen davon aus, dass chronische Erkrankungen durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren beeinflusst werden können. Neben Haltung und Fütterung werden deshalb häufig auch die Stoffwechselsituation, das Darmmikrobiom sowie die individuelle Vorgeschichte des Pferdes in die ganzheitliche Betrachtung einbezogen.
Das Darmmikrobiom spielt aus naturheilkundlicher Sicht dabei eine besondere Rolle. Es steht in engem Austausch mit dem Immunsystem und wird als wichtiger Bestandteil der körpereigenen Regulation angesehen. Aus diesem Grund berücksichtigen viele Therapeuten bei Pferden mit chronischen Atemwegserkrankungen auch Faktoren, die das Darmmilieu beeinflussen können. Hierzu zählen beispielsweise die Fütterung, zurückliegende Erkrankungen oder wiederkehrende Medikamentengaben. Welche Bedeutung diese Faktoren im Einzelfall haben, muss individuell beurteilt werden und ist wissenschaftlich nicht für alle Zusammenhänge abschließend geklärt.
Ziel einer ganzheitlichen Begleitung ist es daher, nicht nur die Atemwege selbst zu betrachten, sondern das Pferd als Ganzes. Neben einer konsequenten Optimierung von Haltung und Fütterung können – je nach therapeutischem Konzept – auch begleitende naturheilkundliche Verfahren wie die Mykotherapie in ein individuelles Betreuungskonzept einbezogen werden.
Chronische Bronchitis beim Hund
Chronische Atemwegserkrankungen gehören auch beim Hund zu den häufig vorkommenden Erkrankungen des Atmungssystems. Besonders häufig wird die chronische Bronchitis diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine langanhaltende Entzündung der Bronchien, bei der die Atemwege dauerhaft gereizt sind und empfindlich auf verschiedene Reize reagieren. Typische Anzeichen sind anhaltender oder wiederkehrender Husten, vermehrtes Räuspern, Atemgeräusche sowie eine verminderte Belastbarkeit. Im weiteren Verlauf kann es zu einer verstärkten Schleimbildung und einer zunehmenden Einschränkung der Atmung kommen.
Die Ursachen einer chronischen Bronchitis sind vielfältig. Neben Infektionen, Allergien und Umweltbelastungen wie Staub, Rauch oder anderen Luftschadstoffen können auch anatomische Besonderheiten einzelner Hunderassen oder das Alter eine Rolle spielen. Deshalb sollte bei anhaltendem Husten immer eine gründliche tierärztliche Untersuchung erfolgen, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Aus naturheilkundlicher Sicht richtet sich der Blick jedoch nicht ausschließlich auf die Lunge. Viele Therapeuten betrachten den Organismus als eng miteinander vernetztes System und beziehen neben den Atemwegen auch das Immunsystem, den Stoffwechsel, das Darmmikrobiom sowie die individuelle Krankheitsgeschichte in ihre Überlegungen ein.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei häufig der Ernährung zu. Aus naturheilkundlicher Sicht bildet sie eine wesentliche Grundlage für die Versorgung des Organismus und kann Einfluss auf Stoffwechselprozesse, die Darmgesundheit und die körpereigene Regulation haben. Daher wird häufig empfohlen, die Fütterung kritisch zu überprüfen und auf eine möglichst hochwertige, gut verträgliche und bedarfsgerechte Ernährung zu achten. Einseitige oder wenig hochwertige Futtermittel werden in der Naturheilkunde häufig als möglicher Belastungsfaktor angesehen, da sie nach dieser Auffassung den Organismus langfristig zusätzlich beanspruchen können.
Eng damit verbunden ist das Darmmikrobiom, das aus naturheilkundlicher Sicht eine zentrale Rolle für das Immunsystem und die Regulationsfähigkeit des Körpers spielt. Aus diesem Grund berücksichtigen viele Therapeuten bei Hunden mit chronischen Atemwegserkrankungen auch die Darmgesundheit und suchen nach möglichen Faktoren, die das Gleichgewicht des Mikrobioms beeinflussen können.
Hierzu zählen beispielsweise wiederkehrende oder bestehende Parasitenbelastungen (Wurmbefall), zurückliegende Erkrankungen, wiederkehrende Medikamentengaben sowie weitere individuelle Belastungsfaktoren. Diese Aspekte werden im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung berücksichtigt und individuell bewertet. Welche Bedeutung sie im Einzelfall haben, kann unterschiedlich sein und ist wissenschaftlich nicht für alle Zusammenhänge abschließend geklärt.
Die Grundlage jeder Behandlung bleibt eine sorgfältige tierärztliche Diagnostik. Ergänzend können eine möglichst reizstoffarme Umgebung, eine hochwertige und bedarfsgerechte Ernährung sowie – je nach individuellem Therapiekonzept – naturheilkundliche Maßnahmen wie die Mykotherapie dazu beitragen, den Organismus ganzheitlich zu begleiten und das allgemeine Wohlbefinden des Hundes zu unterstützen.
Asthma und chronische Bronchitis bei der Katze
Chronische Atemwegserkrankungen zählen auch bei Katzen zu den häufig vorkommenden Erkrankungen des Atmungssystems. Besonders häufig werden das feline Asthma sowie die chronische Bronchitis diagnostiziert. Beide Erkrankungen gehen mit einer anhaltenden Entzündung der unteren Atemwege einher und können die Lebensqualität der Katze deutlich beeinträchtigen. Typische Symptome sind wiederkehrender Husten, pfeifende Atemgeräusche, erschwerte Atmung sowie eine verminderte Belastbarkeit. Da Husten bei Katzen vergleichsweise selten vorkommt, wird er von Tierhaltern häufig zunächst mit dem Hochwürgen von Haarballen verwechselt.
Die Ursachen chronischer Atemwegserkrankungen sind vielfältig. Allergene, Hausstaub, Schimmelpilze, Zigarettenrauch, Duftstoffe oder andere Umweltreize können die empfindlichen Atemwege dauerhaft reizen und Entzündungsprozesse begünstigen. Eine gründliche tierärztliche Diagnostik ist daher unerlässlich, um die Ursache möglichst genau einzugrenzen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Aus naturheilkundlicher Sicht richtet sich der Blick jedoch nicht ausschließlich auf die Atemwege. Viele Therapeuten betrachten den Organismus als eng miteinander vernetztes System und beziehen neben der Lunge auch das Immunsystem, den Stoffwechsel, das Darmmikrobiom sowie die individuelle Krankheitsgeschichte in ihre Überlegungen ein.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Ernährung zu. Katzen sind von Natur aus obligate Fleischfresser und auf eine hochwertige, überwiegend tierische Ernährung angewiesen. Aus naturheilkundlicher Sicht kann die Qualität der Nahrung Einfluss auf den Stoffwechsel, die Darmgesundheit und die körpereigenen Regulationsmechanismen haben. Daher wird häufig empfohlen, die Fütterung hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Qualität kritisch zu überprüfen. Futtermittel mit einem hohen Anteil minderwertiger Zutaten oder einer für Katzen wenig geeigneten Zusammensetzung werden in der Naturheilkunde häufig als möglicher Belastungsfaktor angesehen, da sie den Organismus langfristig zusätzlich beanspruchen können.
Eng damit verbunden ist das Darmmikrobiom, das aus naturheilkundlicher Sicht eine wichtige Rolle für das Immunsystem und die Regulationsfähigkeit des Körpers spielt. Viele naturheilkundlich arbeitende Therapeuten beziehen deshalb auch die Darmgesundheit in ihre ganzheitliche Betrachtung ein und suchen nach Faktoren, die das Gleichgewicht des Mikrobioms beeinflussen können.
Hierzu zählen beispielsweise zurückliegende oder bestehende Parasitenbelastungen (Wurmbefall), wiederkehrende Medikamentengaben, chronische Belastungen des Organismus oder andere individuelle Besonderheiten der Katze. Ziel dieses ganzheitlichen Ansatzes ist es, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und den Organismus bestmöglich in seiner Regulation zu unterstützen. Welche Bedeutung diesen Faktoren im Einzelfall zukommt, muss individuell beurteilt werden und ist wissenschaftlich nicht für alle Zusammenhänge abschließend geklärt.
Die Grundlage jeder Behandlung bleibt eine sorgfältige tierärztliche Diagnostik und Therapie. Ergänzend können eine möglichst reizstoffarme Umgebung, eine hochwertige und biologisch bedarfsgerechte Ernährung sowie – je nach individuellem Therapiekonzept – naturheilkundliche Begleitmaßnahmen wie die Mykotherapie dazu beitragen, den Organismus ganzheitlich zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden der Katze zu fördern.
Welche Ursachen kommen für chronische Atemwegserkrankungen infrage?
Chronische Atemwegserkrankungen entstehen in der Regel nicht durch einen einzelnen Auslöser. Vielmehr handelt es sich häufig um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen können. Welche Ursachen letztlich ausschlaggebend sind, unterscheidet sich von Tier zu Tier und sollte immer tierärztlich abgeklärt werden.
Zu den häufigsten bekannten Auslösern zählen:
Allergien gegen Pollen, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben
Staubbelastung, schlechte Stall- oder Raumluft
Schimmelpilze in Heu oder Einstreu
bakterielle oder virale Atemwegsinfektionen
Umweltbelastungen wie Rauch, Duftstoffe oder Luftschadstoffe
Parasiten, die den Organismus oder die Atemwege belasten können
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die ähnliche Symptome verursachen können
anatomische Besonderheiten oder genetische Veranlagungen
mangelnde Bewegung und eine dauerhaft geringe Beanspruchung der Atemwege
Neben diesen bekannten Faktoren verfolgt die Naturheilkunde häufig einen erweiterten Blick auf den gesamten Organismus. Dabei wird davon ausgegangen, dass chronische Atemwegserkrankungen nicht ausschließlich in der Lunge entstehen, sondern Ausdruck eines gestörten inneren Gleichgewichts sein können.
So spielen aus naturheilkundlicher Sicht unter anderem die Ernährung, das Darmmikrobiom, die individuelle Stoffwechselsituation sowie die allgemeine Regulationsfähigkeit des Körpers eine wichtige Rolle. Eine möglichst hochwertige, bedarfsgerechte Ernährung wird daher häufig als wichtige Grundlage angesehen, um den Organismus optimal zu versorgen und seine natürlichen Regulationsprozesse zu unterstützen.
Darüber hinaus beziehen viele naturheilkundlich arbeitende Therapeuten auch die individuelle Vorgeschichte des Tieres in ihre Überlegungen ein. Hierzu können beispielsweise zurückliegende Erkrankungen, wiederkehrende Medikamentengaben, Impfungen, Antiparasitika (Wurmkuren) oder andere Belastungen gehören. Welche Bedeutung diesen Faktoren im Einzelfall zukommt, wird innerhalb der Naturheilkunde unterschiedlich bewertet und ist wissenschaftlich nicht für alle Zusammenhänge abschließend geklärt.
Ein weiterer Aspekt betrifft die sogenannten Ausleitungs- oder Entgiftungsorgane. Während Leber und Nieren aus medizinischer Sicht die zentralen Organe für Stoffwechsel und Ausscheidung sind, wird in der Naturheilkunde häufig davon ausgegangen, dass auch Haut, Darm und Lunge an den Ausscheidungs- und Regulationsprozessen des Körpers beteiligt sind. Arbeiten Leber und Nieren nach naturheilkundlicher Auffassung nicht optimal oder ist der Organismus durch verschiedene Belastungsfaktoren stark beansprucht, wird angenommen, dass diese weiteren Organe verstärkt in Anspruch genommen werden können. Die Lunge wird in diesem Zusammenhang deshalb von vielen Therapeuten ebenfalls als Teil der natürlichen Regulations- und Ausscheidungsprozesse betrachtet.
Ziel der naturheilkundlichen Betrachtung ist es daher nicht ausschließlich, die Atemwege zu behandeln, sondern mögliche Einflussfaktoren im gesamten Organismus zu erkennen und diese – ergänzend zur tierärztlichen Diagnostik und Therapie – in ein ganzheitliches Behandlungskonzept einzubeziehen.
Warum das Haltungsmanagement so wichtig ist
Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen zeigt sich, dass eine erfolgreiche Begleitung weit über die Auswahl einzelner Vitalpilze oder anderer naturheilkundlicher Maßnahmen hinausgeht. Vielmehr bilden Haltung, Fütterung und das tägliche Management häufig die Grundlage jeder langfristigen Verbesserung.
Insbesondere beim Pferd können bereits kleine Veränderungen im Alltag einen großen Unterschied machen. Eine möglichst staubarme Umgebung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft sowie eine gute Stallhygiene gehören deshalb zu den wichtigsten Maßnahmen. Viele Pferde profitieren von einer möglichst ganzjährigen Bewegung im Offenstall oder von langen Weidezeiten, da die Atemwege dort häufig deutlich weniger belastet werden als in schlecht belüfteten Stallgebäuden.
Auch die Qualität des Futters spielt eine zentrale Rolle. Staubiges oder schimmelbelastetes Heu kann die Atemwege erheblich reizen. Deshalb wird häufig empfohlen, Heu vor der Fütterung zu bedampfen oder – sofern dies nicht möglich ist – ein möglichst staubarmes Futtermanagement umzusetzen.
Als Alternative wird häufig Heulage eingesetzt, da sie in der Regel deutlich staubärmer ist als trockenes Heu und viele Pferde dadurch zunächst besser atmen können. Aus naturheilkundlicher Sicht wird Heulage jedoch nicht von allen Therapeuten uneingeschränkt empfohlen. Hintergrund ist, dass der veränderte Gärungsprozess und die andere Zusammensetzung nach dieser Auffassung Einfluss auf das Darmmilieu und das Darmmikrobiom haben können. Deshalb wird häufig empfohlen, individuell abzuwägen, welche Form der Fütterung für das jeweilige Pferd langfristig den größten Nutzen bietet. Nicht immer ist die staubärmste Lösung gleichzeitig auch die beste Lösung für den gesamten Organismus.
Neben dem Futter spielt auch die Einstreu eine wichtige Rolle. Staubarme Alternativen können die Belastung der Atemwege deutlich reduzieren. Ebenso wichtig sind eine gute Luftqualität im Stall, regelmäßige Frischluft sowie ausreichend Bewegung. Bewegung sorgt dafür, dass die Lunge regelmäßig vollständig belüftet wird und Schleim besser abtransportiert werden kann. Ein dauerhaft bewegungsarmer Alltag kann dagegen dazu beitragen, dass sich Sekret leichter in den Atemwegen ansammelt.
Auch bei Hunden und Katzen lohnt sich ein Blick auf die Haltungsbedingungen. Zigarettenrauch, Duftsprays, Räucherstäbchen, stark parfümierte Reinigungsmittel oder andere Luftschadstoffe können empfindliche Atemwege zusätzlich reizen. Eine möglichst schadstoffarme Umgebung gehört deshalb auch bei diesen Tierarten zu den wichtigsten begleitenden Maßnahmen.
Naturheilkundlich arbeitende Therapeuten verfolgen daher häufig das Ziel, den Organismus auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu unterstützen. Neben einer angepassten Haltung, einer hochwertigen Ernährung und einer möglichst geringen Belastung der Atemwege können – je nach individuellem Therapiekonzept – auch Vitalpilze und weitere naturheilkundliche Maßnahmen sinnvoll in ein ganzheitliches Betreuungskonzept eingebunden werden.
Welche Rolle können Vitalpilze bei chronischen Atemwegserkrankungen spielen?
Die Mykotherapie, also die therapeutische Verwendung ausgewählter Vitalpilze, hat in der Naturheilkunde eine lange Tradition. Während Vitalpilze ursprünglich vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt wurden, finden sie heute auch in Europa zunehmend Beachtung und werden sowohl in der Human- als auch in der Tiernaturheilkunde als begleitende Maßnahme verwendet.
Vitalpilze enthalten eine Vielzahl natürlicher Inhaltsstoffe, darunter Beta-Glucane, Polysaccharide, Triterpene, Sterole, Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente. Diese komplexe Zusammensetzung macht sie aus naturheilkundlicher Sicht besonders interessant, da nicht ein einzelner Inhaltsstoff im Mittelpunkt steht, sondern das Zusammenspiel der natürlichen Pflanzen- beziehungsweise Pilzinhaltsstoffe.
Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen verfolgen naturheilkundlich arbeitende Therapeuten häufig das Ziel, den Organismus nicht ausschließlich symptomorientiert zu begleiten. Vielmehr soll die körpereigene Regulationsfähigkeit unterstützt und der gesamte Organismus in seiner Balance gestärkt werden. Vor diesem Hintergrund werden Vitalpilze häufig ergänzend zu einer tierärztlichen Behandlung eingesetzt.
Welcher Vitalpilz ausgewählt wird, hängt dabei weniger von der Diagnose allein ab als vielmehr vom individuellen Tier. Neben den Atemwegsbeschwerden können beispielsweise auch die Verdauung, die Stressbelastung, das Immunsystem oder die allgemeine Konstitution in die Auswahl einbezogen werden. Aus diesem Grund werden in der Mykotherapie häufig mehrere Vitalpilze miteinander kombiniert oder individuell auf das jeweilige Tier abgestimmt.
Wichtig ist dabei, Vitalpilze nicht als Ersatz für eine tierärztliche Behandlung zu verstehen. Sie sind vielmehr Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes, das Haltung, Fütterung, Umweltbedingungen und weitere naturheilkundliche Maßnahmen miteinander verbindet.
Im Folgenden stellen wir die Vitalpilze vor, die in der Mykotherapie traditionell besonders häufig bei chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Jeder Pilz besitzt dabei eigene Schwerpunkte und wird – je nach Tier und individueller Situation – unterschiedlich ausgewählt und kombiniert.
Was sagt die Wissenschaft dazu?
Die wissenschaftliche Forschung zu Vitalpilzen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zahlreiche Labor- und Tierstudien beschäftigen sich mit den Inhaltsstoffen verschiedener Vitalpilze und deren biologischen Eigenschaften. Darüber hinaus liegen inzwischen auch erste klinische Studien vor, insbesondere aus der Humanmedizin.
Für die Tiermedizin ist die Studienlage bislang noch deutlich begrenzter. Deshalb lassen sich die Ergebnisse aus Untersuchungen am Menschen nicht unmittelbar auf Pferde, Hunde oder Katzen übertragen. Dennoch liefern sie interessante Hinweise darauf, warum bestimmte Vitalpilze seit vielen Jahren in der Mykotherapie traditionell bei chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.
Dabei zeigt sich, dass die wissenschaftliche Evidenz je nach Vitalpilz unterschiedlich umfangreich ist. Während beispielsweise Cordyceps bereits in mehreren klinischen Studien bei Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen untersucht wurde, stammen die Erkenntnisse zu Reishi, Coriolus, Agaricus blazei Murrill, Hericium oder Polyporusbislang überwiegend aus Laboruntersuchungen, Tiermodellen oder kleineren klinischen Studien.
Die nachfolgenden Abschnitte stellen die einzelnen Vitalpilze sowohl aus Sicht der traditionellen Mykotherapie als auch unter Berücksichtigung der derzeit verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse vor.
Überblick über die in der Mykotherapie traditionell verwendeten Vitalpilze und ihre jeweiligen Schwerpunkte bei chronischen Atemwegserkrankungen. Die Darstellung dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)
Der Coriolus versicolor, auch als Schmetterlingstramete bekannt, gehört zu den weltweit am intensivsten untersuchten Vitalpilzen. Seinen Namen verdankt er den charakteristischen, konzentrisch gefärbten Fruchtkörpern, die an die Flügel eines Schmetterlings erinnern. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Pilz bereits seit Jahrhunderten verwendet und zählt heute zu den wichtigsten Vitalpilzen der modernen Mykotherapie.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird Coriolus traditionell vor allem dann eingesetzt, wenn das Immunsystem, die Schleimhäute oder die körpereigenen Regulationsprozesse unterstützt werden sollen. Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen spielt die Schleimhaut der Bronchien eine zentrale Rolle. Sie bildet die erste Schutzbarriere gegenüber Staub, Allergenen, Viren und Bakterien und ist dauerhaft hohen Belastungen ausgesetzt. Viele Therapeuten setzen Coriolus deshalb ergänzend ein, um die natürlichen Schutz- und Regulationsmechanismen des Organismus zu begleiten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den enthaltenen Beta-Glucanen sowie weiteren Polysacchariden. Diese natürlichen Inhaltsstoffe stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung und werden insbesondere hinsichtlich ihrer immunologischen Eigenschaften untersucht. Aus naturheilkundlicher Sicht wird Coriolus daher häufig als Vitalpilz gewählt, wenn chronische Entzündungsprozesse oder eine langfristige Belastung des Immunsystems im Vordergrund stehen.
Darüber hinaus berücksichtigen viele Mykotherapeuten auch den engen Zusammenhang zwischen Darm und Immunsystem. Da ein großer Teil der Immunzellen mit dem darmassoziierten Immunsystem verbunden ist, wird Coriolus häufig nicht ausschließlich aufgrund der Atemwegserkrankung ausgewählt, sondern auch als Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes, das die Darmgesundheit und die körpereigene Regulation mit einbezieht.
Was sagt die Wissenschaft?
Coriolus versicolor gehört zu den weltweit am intensivsten erforschten Vitalpilzen. Ein Großteil der wissenschaftlichen Untersuchungen beschäftigt sich mit seinen immunologischen Eigenschaften sowie den enthaltenen Polysacchariden, insbesondere den Beta-Glucanen und den Polysaccharopeptiden (PSK und PSP). Diese Inhaltsstoffe werden unter anderem hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Immunsystem und entzündungsbezogene Prozesse untersucht.
Spezifische hochwertige klinische Studien zu chronischen Atemwegserkrankungen liegen für Coriolus bislang jedoch nur in begrenztem Umfang vor. Der traditionelle Einsatz bei chronischen Atemwegserkrankungen stützt sich daher vor allem auf langjährige mykotherapeutische Erfahrungen sowie auf Erkenntnisse aus Labor- und Tierstudien zu seinen biologischen Eigenschaften. Die bisherigen Ergebnisse liefern interessante Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen, erlauben derzeit jedoch noch keine belastbaren Aussagen zur Wirksamkeit bei chronischen Atemwegserkrankungen.
Reishi (Ganoderma lucidum)
Der Reishi (Ganoderma lucidum) zählt zu den bekanntesten Vitalpilzen der Welt und wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit über 2.000 Jahren verwendet. Aufgrund seiner vielseitigen Inhaltsstoffe und seiner langen Anwendungsgeschichte wird er in der Mykotherapie häufig als einer der wichtigsten Basispilze angesehen.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird Reishi traditionell vor allem dann eingesetzt, wenn chronische Entzündungsprozesse, allergische Reaktionen oder eine erhöhte Belastung des Immunsystems im Vordergrund stehen. Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen spielt die Entzündung der Bronchialschleimhaut eine zentrale Rolle. Deshalb gehört Reishi für viele Mykotherapeuten zu den Vitalpilzen, die bei Pferden, Hunden und Katzen häufig in individuelle Therapiekonzepte einbezogen werden.
Neben den enthaltenen Beta-Glucanen enthält Reishi eine Vielzahl weiterer bioaktiver Inhaltsstoffe, darunter insbesondere Triterpene, die in der wissenschaftlichen Forschung seit vielen Jahren untersucht werden. Aus naturheilkundlicher Sicht wird Reishi häufig ausgewählt, um die natürlichen Regulationsprozesse des Organismus zu begleiten und den Körper in Phasen chronischer Belastung zu unterstützen.
Darüber hinaus wird Reishi in der Mykotherapie häufig nicht isoliert betrachtet. Viele Therapeuten kombinieren ihn mit anderen Vitalpilzen, um unterschiedliche Schwerpunkte – beispielsweise Immunsystem, Darmgesundheit oder Atemwege – innerhalb eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes miteinander zu verbinden.
Was sagt die Wissenschaft?
Reishi gehört zu den weltweit am intensivsten untersuchten Vitalpilzen. Zahlreiche Labor- und Tierstudien befassen sich mit seinen entzündungsbezogenen, antioxidativen und immunologischen Eigenschaften. Besonders die enthaltenen Triterpene und Beta-Glucane stehen dabei im Mittelpunkt der Forschung.
Spezifische hochwertige klinische Studien zu chronischen Atemwegserkrankungen sind bislang jedoch deutlich seltener als beispielsweise für Cordyceps. Die bisher veröffentlichten Untersuchungen liefern interessante Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen, reichen derzeit jedoch noch nicht aus, um belastbare Aussagen über eine Wirksamkeit bei chronischen Atemwegserkrankungen treffen zu können. Aus diesem Grund beruht der Einsatz des Reishi in der Mykotherapie vor allem auf seiner langjährigen traditionellen Anwendung sowie auf den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu seinen biologischen Eigenschaften.
Reishi (Ganoderma lucidum)
Der Reishi (Ganoderma lucidum) gehört zu den bekanntesten und traditionsreichsten Vitalpilzen der Welt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird er seit mehr als 2.000 Jahren geschätzt und gilt bis heute als wichtiger Bestandteil der Mykotherapie.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird Reishi traditionell vor allem dann eingesetzt, wenn chronische Entzündungsprozesse, allergische Reaktionen oder eine langfristige Belastung des Immunsystems im Vordergrund stehen. Da chronische Atemwegserkrankungen häufig mit anhaltenden Entzündungen der Bronchialschleimhaut einhergehen, wird Reishi von vielen Mykotherapeuten als begleitender Vitalpilz in individuelle Therapiekonzepte einbezogen.
Reishi enthält zahlreiche bioaktive Inhaltsstoffe, darunter Beta-Glucane, Triterpene und verschiedene Antioxidantien. Insbesondere die Triterpene stehen seit vielen Jahren im Fokus der wissenschaftlichen Forschung. Aus naturheilkundlicher Sicht wird Reishi häufig verwendet, um die natürlichen Regulationsprozesse des Körpers zu begleiten und den Organismus in Phasen chronischer Belastung zu unterstützen.
Darüber hinaus wird Reishi häufig mit anderen Vitalpilzen kombiniert. Während beispielsweise Coriolus traditionell den Schwerpunkt auf Immunsystem und Schleimhäute legt oder Cordyceps gezielt im Bereich der Atemwege eingesetzt wird, ergänzt Reishi viele mykotherapeutische Konzepte durch seinen breiten naturheilkundlichen Ansatz.
Was sagt die Wissenschaft?
Reishi gehört zu den weltweit am intensivsten erforschten Vitalpilzen. Zahlreiche Labor- und Tierstudien untersuchen seine Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer immunologischen, antioxidativen und entzündungsbezogenen Eigenschaften. Besonders die enthaltenen Beta-Glucane und Triterpene stehen dabei im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung.
Spezifische hochwertige klinische Studien zu chronischen Atemwegserkrankungen sind bislang jedoch nur in begrenztem Umfang verfügbar. Die bisherigen Erkenntnisse liefern interessante Hinweise auf mögliche biologische Wirkmechanismen, erlauben derzeit jedoch noch keine belastbaren Aussagen über eine Wirksamkeit bei chronischen Atemwegserkrankungen. Der Einsatz des Reishi in der Mykotherapie beruht daher vor allem auf seiner langjährigen traditionellen Anwendung sowie den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu seinen Inhaltsstoffen.
Cordyceps (Cordyceps sinensis bzw. Cordyceps militaris)
Der Cordyceps zählt zu den bedeutendsten Vitalpilzen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bereits seit Jahrhunderten wird er dort traditionell zur Unterstützung von Vitalität, Belastbarkeit und der natürlichen Funktion der Atemwege eingesetzt. In der modernen Mykotherapie gehört Cordyceps deshalb zu den am häufigsten verwendeten Vitalpilzen bei chronischen Erkrankungen des Atmungssystems.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird Cordyceps vor allem dann eingesetzt, wenn die Atemwege langfristig belastet sind oder die körperliche Leistungsfähigkeit nachgelassen hat. Viele Mykotherapeuten berücksichtigen ihn bei chronischen Atemwegserkrankungen, da diese häufig nicht nur die Bronchien betreffen, sondern den gesamten Organismus beanspruchen und mit einer verminderten Belastbarkeit einhergehen können.
Cordyceps enthält zahlreiche bioaktive Inhaltsstoffe, darunter Polysaccharide, Beta-Glucane, Cordycepin und weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht werden. Aus naturheilkundlicher Sicht wird der Pilz häufig gewählt, um die natürlichen Regulationsprozesse des Körpers zu begleiten und den Organismus bei chronischen Belastungen zu unterstützen.
In der Mykotherapie wird Cordyceps häufig mit anderen Vitalpilzen kombiniert. Während beispielsweise Coriolus traditionell das Immunsystem und die Schleimhäute in den Mittelpunkt stellt und Reishi häufig bei chronischen Entzündungsprozessen berücksichtigt wird, bildet Cordyceps bei vielen Therapeuten den Schwerpunkt für die Unterstützung der Atemwege und der allgemeinen Vitalität.
Was sagt die Wissenschaft?
Unter den traditionell eingesetzten Vitalpilzen weist Cordyceps derzeit die umfangreichste klinische Studienlage im Zusammenhang mit chronischen Atemwegserkrankungen auf. Mehrere klinische Studien sowie eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchten den Einsatz von Cordyceps bei Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).
Die Auswertung zeigte Hinweise auf Verbesserungen verschiedener Parameter, darunter der Lungenfunktion, der körperlichen Belastbarkeit sowie der Lebensqualität. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass viele der eingeschlossenen Studien methodische Schwächen aufweisen. Daher sind weitere hochwertige, placebo-kontrollierte Studien erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Für Pferde, Hunde und Katzen liegen derzeit keine vergleichbaren hochwertigen klinischen Untersuchungen vor. Dennoch wird Cordyceps aufgrund seiner traditionellen Anwendung, der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie langjähriger praktischer Erfahrungen in der Mykotherapie häufig als Bestandteil ganzheitlicher Therapiekonzepte berücksichtigt.
Agaricus blazei Murrill (ABM)
Der Agaricus blazei Murrill (ABM) stammt ursprünglich aus Brasilien und zählt heute zu den bekanntesten Vitalpilzen der modernen Mykotherapie. Aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung wird er traditionell vor allem im Zusammenhang mit dem Immunsystem eingesetzt und häufig in ganzheitliche Therapiekonzepte integriert.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird Agaricus blazei Murrill insbesondere dann berücksichtigt, wenn das Immunsystem langfristig belastet erscheint oder der Organismus Unterstützung bei seinen natürlichen Regulationsprozessen benötigt. Da chronische Atemwegserkrankungen häufig mit einer anhaltenden Beanspruchung des Immunsystems einhergehen, wird der Pilz von vielen Mykotherapeuten begleitend eingesetzt.
Agaricus blazei Murrill enthält unter anderem Beta-Glucane, Polysaccharide sowie weitere bioaktive Inhaltsstoffe, die seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht werden. Aus naturheilkundlicher Sicht wird der Pilz häufig gewählt, um die natürlichen Abwehr- und Regulationsmechanismen des Körpers zu begleiten und den Organismus in Phasen chronischer Belastung zu unterstützen.
In der Mykotherapie wird Agaricus blazei Murrill häufig mit anderen Vitalpilzen kombiniert. Während Coriolus traditionell den Schwerpunkt auf Immunsystem und Schleimhäute legt, Reishi vor allem bei chronischen Entzündungsprozessen berücksichtigt wird und Cordyceps häufig im Bereich der Atemwege eingesetzt wird, ergänzt Agaricus blazei Murrill viele Therapiekonzepte durch seinen Fokus auf die körpereigene Immunregulation.
Was sagt die Wissenschaft?
Agaricus blazei Murrill ist Gegenstand zahlreicher Labor- und Tierstudien, insbesondere im Hinblick auf seine immunologischen Eigenschaften. Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei vor allem die enthaltenen Beta-Glucane und deren mögliche Wechselwirkungen mit verschiedenen Bestandteilen des Immunsystems.
Spezifische hochwertige klinische Studien zu chronischen Atemwegserkrankungen liegen bislang jedoch nur in begrenztem Umfang vor. Die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern interessante Hinweise auf mögliche biologische Wirkmechanismen, erlauben derzeit jedoch noch keine belastbaren Aussagen über eine Wirksamkeit bei chronischen Atemwegserkrankungen. Der Einsatz von Agaricus blazei Murrill in der Mykotherapie beruht daher vor allem auf seiner traditionellen Anwendung sowie den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu seinen Inhaltsstoffen.
Warum werden Vitalpilze häufig kombiniert?
In der Mykotherapie werden Vitalpilze nur selten einzeln eingesetzt. Stattdessen entscheiden sich viele Therapeuten für individuell zusammengestellte Kombinationen, da jeder Pilz traditionell unterschiedliche Schwerpunkte besitzt und sich diese sinnvoll ergänzen können.
Während beispielsweise Coriolus häufig mit Immunsystem und Schleimhäuten in Verbindung gebracht wird, steht Reishitraditionell für die Begleitung chronischer Regulationsprozesse. Cordyceps wird in der Mykotherapie seit Langem im Zusammenhang mit den Atemwegen und der körperlichen Belastbarkeit eingesetzt. Agaricus blazei Murrill ergänzt viele Konzepte durch seinen traditionellen Schwerpunkt auf dem Immunsystem. Polyporus wird häufig berücksichtigt, wenn der Flüssigkeitshaushalt und das Lymphsystem im Fokus stehen, während Hericium vor allem aufgrund seiner Beziehung zu Schleimhäuten sowie der Darm-Lungen-Achse ausgewählt wird.
Welche Vitalpilze letztlich kombiniert werden, hängt jedoch immer von der individuellen Situation des Tieres ab. Neben der eigentlichen Atemwegserkrankung spielen aus naturheilkundlicher Sicht unter anderem die Ernährung, die Darmgesundheit, der allgemeine Gesundheitszustand, die Haltung sowie mögliche Begleiterkrankungen eine wichtige Rolle.
Deshalb gibt es keine allgemeingültige Kombination, die für jedes Tier gleichermaßen geeignet ist. In der Mykotherapie steht vielmehr die individuelle Betrachtung des gesamten Organismus im Mittelpunkt. Ziel ist es, für jedes Tier eine auf seine persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Auswahl an Vitalpilzen zusammenzustellen.
Individuelle Ergänzungen in der Mykotherapie
Nicht jedes Tier profitiert von derselben Kombination an Vitalpilzen. Neben den häufig eingesetzten Basispilzen wie Coriolus, Reishi, Cordyceps oder Agaricus blazei Murrill berücksichtigen viele Mykotherapeuten – abhängig von der individuellen Situation des Tieres – weitere Vitalpilze. Dazu zählen insbesondere Polyporus und Hericium. Beide werden nicht in jedem Therapiekonzept eingesetzt, können jedoch aus naturheilkundlicher Sicht in bestimmten Situationen eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Hericium erinaceus – wenn die Darm-Lungen-Achse im Fokus steht
Der Hericium (Hericium erinaceus) nimmt unter den Vitalpilzen eine besondere Stellung ein. Während Coriolus, Reishi oder Cordyceps in der klassischen Mykotherapie häufig direkt mit den Atemwegen in Verbindung gebracht werden, liegt der traditionelle Schwerpunkt des Hericiums vor allem auf den Schleimhäuten des Verdauungstraktes, der Darmgesundheit und dem Nervensystem.
Deshalb wird Hericium in vielen Standardwerken zur Mykotherapie bei chronischen Atemwegserkrankungen zunächst nicht als typischer „Lungenpilz“ aufgeführt. Dennoch hat sich in den vergangenen Jahren bei vielen naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten ein anderer Blickwinkel entwickelt.
Hintergrund ist die sogenannte Darm-Lungen-Achse. Sie beschreibt die enge Wechselwirkung zwischen Darmmikrobiom, Immunsystem und den Schleimhäuten der Atemwege. Ein großer Teil des Immunsystems ist eng mit dem Darm verbunden. Veränderungen der Darmflora können die Immunregulation beeinflussen und stehen in der Forschung zunehmend auch im Zusammenhang mit Erkrankungen der Atemwege.
Aus naturheilkundlicher Sicht wird deshalb nicht ausschließlich die Lunge betrachtet. Vielmehr geht man davon aus, dass eine langfristige Regulation chronischer Atemwegserkrankungen häufig den gesamten Organismus einbeziehen sollte. Dazu gehören unter anderem eine bedarfsgerechte Ernährung, die Darmgesundheit, ein ausgeglichenes Mikrobiom und intakte Schleimhäute.
Genau an dieser Stelle wird Hericium von vielen Therapeuten ergänzend eingesetzt. Ziel ist dabei nicht, die Atemwege unmittelbar zu behandeln, sondern den Darm und seine Schleimhäute als wichtigen Bestandteil des Immunsystems in ein ganzheitliches Therapiekonzept einzubeziehen. Besonders bei Tieren mit wiederkehrenden Atemwegsproblemen und gleichzeitigen Verdauungsauffälligkeiten oder einer Vorgeschichte mit wiederholten Medikamentengaben wird dieser Zusammenhang aus naturheilkundlicher Sicht häufig berücksichtigt.
Was sagt die Wissenschaft?
Die sogenannte Darm-Lungen-Achse ist in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der wissenschaftlichen Forschung gerückt. Studien zeigen, dass Darmmikrobiom und Immunsystem in enger Wechselwirkung stehen und Veränderungen der Darmflora mit verschiedenen Atemwegserkrankungen in Zusammenhang gebracht werden können. Welche therapeutischen Konsequenzen sich daraus ergeben, wird derzeit intensiv erforscht.
Spezifische klinische Studien, die den Einsatz von Hericium bei chronischen Atemwegserkrankungen untersuchen, liegen bislang jedoch nicht vor. Sein Einsatz in diesem Bereich beruht daher vor allem auf naturheilkundlichen Überlegungen, der traditionellen Anwendung zur Unterstützung der Schleimhäute und langjährigen praktischen Erfahrungen vieler Mykotherapeuten.
Polyporus umbellatus – wenn der Flüssigkeitshaushalt und das Lymphsystem mit berücksichtigt werden
Der Polyporus umbellatus zählt zu den Vitalpilzen, die bei chronischen Atemwegserkrankungen nicht automatisch zur Standardauswahl gehören. Sein traditioneller Schwerpunkt liegt vielmehr auf dem Flüssigkeitshaushalt, dem Lymphsystem und den natürlichen Ausscheidungs- und Regulationsprozessen des Körpers.
Gerade deshalb wird Polyporus von vielen Mykotherapeuten nicht isoliert für die Atemwege ausgewählt, sondern als individuelle Ergänzung innerhalb eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes. Aus naturheilkundlicher Sicht stehen chronische Atemwegserkrankungen häufig nicht allein für eine Erkrankung der Lunge, sondern werden als Ausdruck einer länger bestehenden Belastung des gesamten Organismus betrachtet.
Insbesondere dann, wenn zusätzlich Flüssigkeitseinlagerungen, Ödeme, ein verlangsamter Lymphfluss oder andere Hinweise auf eingeschränkte Regulationsprozesse bestehen, wird Polyporus von einigen Therapeuten ergänzend berücksichtigt. Ziel ist es, neben den Atemwegen auch die körpereigenen Regulationsmechanismen in die Behandlung einzubeziehen.
Bei Pferden mit chronischen Atemwegserkrankungen berichten erfahrene Therapeuten zudem immer wieder, dass sie Polyporus ergänzen, wenn zusätzlich eine vermehrte Schleimbildung oder eine allgemein erschwerte Regulation beobachtet wird. Diese Auswahl erfolgt jedoch stets individuell und richtet sich nach dem Gesamtbild des Tieres.
Was sagt die Wissenschaft?
Die wissenschaftliche Forschung zum Polyporus umbellatus beschäftigt sich bislang überwiegend mit seinen Inhaltsstoffen und deren biologischen Eigenschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Polysaccharide und weitere bioaktive Substanzen, die hinsichtlich ihrer immunologischen und regulatorischen Eigenschaften untersucht werden.
Spezifische hochwertige klinische Studien zum Einsatz von Polyporus bei chronischen Atemwegserkrankungen liegen derzeit jedoch nicht vor. Sein Einsatz in diesem Bereich beruht daher vor allem auf der traditionellen Mykotherapie sowie den langjährigen Erfahrungen naturheilkundlich arbeitender Therapeuten.
Was sagen verschiedene mykotherapeutische Fachquellen?
Ein interessanter Aspekt bei der Beschäftigung mit der Mykotherapie ist, dass verschiedene Fachquellen unabhängig voneinander immer wieder dieselben Vitalpilze für chronische Atemwegserkrankungen nennen. Besonders Coriolus, Reishi, Cordyceps und Agaricus blazei Murrill finden sich in der Fachliteratur regelmäßig als zentrale Vitalpilze für die Begleitung chronischer Erkrankungen der Atemwege.
Unterschiede zeigen sich hingegen vor allem bei den individuellen Ergänzungen. Je nach therapeutischer Ausrichtung, persönlicher Erfahrung oder ganzheitlichem Behandlungskonzept werden weitere Vitalpilze ergänzt. Während einige Autoren beispielsweise Polyporus berücksichtigen, wenn der Flüssigkeitshaushalt und das Lymphsystem eine Rolle spielen, beziehen andere Hericium aufgrund der Darm-Lungen-Achse und seiner traditionellen Bedeutung für die Schleimhäute und die Darmgesundheit mit ein.
Diese Unterschiede verdeutlichen, dass die Mykotherapie kein starres Behandlungsschema kennt. Vielmehr steht die individuelle Betrachtung des einzelnen Tieres im Mittelpunkt. Die Auswahl der Vitalpilze richtet sich nicht allein nach der Diagnose, sondern berücksichtigt die gesamte gesundheitliche Situation, mögliche Begleiterkrankungen sowie die Erfahrung des jeweiligen Therapeuten.
Fazit:
Chronische Atemwegserkrankungen gehören bei Pferden, Hunden und Katzen zu den häufigsten langfristigen Gesundheitsproblemen und erfordern meist ein umfassendes Management. Neben einer tierärztlichen Diagnostik spielen eine angepasste Haltung, eine bedarfsgerechte Fütterung und die Reduzierung möglicher Belastungsfaktoren eine entscheidende Rolle.
Aus Sicht der traditionellen Mykotherapie können Vitalpilze ein Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes sein. Besonders Coriolus, Reishi, Cordyceps und Agaricus blazei Murrill werden in verschiedenen mykotherapeutischen Fachquellen regelmäßig im Zusammenhang mit chronischen Atemwegserkrankungen beschrieben. Ergänzend können – abhängig von der individuellen Situation des Tieres – auch Polyporus oder Hericium in Betracht gezogen werden.
Die wissenschaftliche Forschung zu Vitalpilzen entwickelt sich kontinuierlich weiter. Während für einzelne Pilze bereits klinische Untersuchungen vorliegen, basiert ihre Anwendung in vielen Bereichen weiterhin auf traditioneller Erfahrung, naturheilkundlichen Konzepten und den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Deshalb sollte die Auswahl der Vitalpilze stets individuell erfolgen und in ein ganzheitliches Therapiekonzept eingebettet sein.
So verbindet die Mykotherapie traditionelles Wissen mit modernen wissenschaftlichen Ansätzen – immer mit dem Ziel, das Tier als Ganzes zu betrachten und nicht ausschließlich seine Erkrankung.
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